So wurde ich VA – wie die Idee entstand

Der Anfang als Virtuelle Assistentin hat mich selbst überrascht! Bisher war ich immer als Angestellte tätig und ich habe früher nie darüber nachgedacht daran etwas zu ändern. Eine Selbständigkeit war nicht geplant und meine Arbeit hat mir Spaß gemacht.

Aber im Laufe der Jahre hat sich einfach die Situation geändert. Ich wollte die Unabhängigkeit von Zeit und Ort. Ich brauche nichts mehr als meine „Freiheit“: Zu entscheiden wann, wo und mit wem ich zusammenarbeiten will. Irgendwann schlich sich daher der Gedanke ein, dass ich im Laufe der nächsten Jahre eine Veränderung in meinem Berufsleben vornehmen muss.
Hauptargument: Ortsunabhängigkeit und flexible Zeiteinteilung – für berufstätige Mütter ein Traum! Eine konkrete Idee wie das aussehen könnte gab es allerdings bisher nicht.

Irgendwann am Anfang des Sommers 2018 hatte ich Besuch von meiner Schwester, einer absoluten Powerfrau. Sie erzählte davon, dass sie mit einer VA zusammenarbeitet und ob das nicht eine Idee für mich sein könnte?!

Direkt danach habe ich mich erstmal schlau gemacht, was das so ist, was man können muss und wie man das wird. Und ein paar Tage später habe ich mein Schwesterchen angerufen und gesagt: Ich mach das! Da wusste ich eigentlich noch gar nicht, was da so alles auf mich zukommt…

Also erstmal überlegen, wie man das gestalten könnte. Der allererste Schritt war: Meinem Mann von der Idee zu erzählen (Ich war tatsächlich richtig aufgeregt wie ein Schulkind, da ich überhaupt nicht einschätzen konnte, was er dazu sagen würde – zum Glück fand er die Idee gut, das macht es einfacher!).

Und dann kamen die 1000 Fragen:

Was muss ich alles erledigen, damit das funktioniert? Wie gründet man? Haupt- oder nebenberuflich? Welche Ämter und Behörden muss man informieren? Wie muss ich mich versichern und was passiert mit bestehenden Versicherungen? Wie funktioniert das mit dem Finanzamt und wie mit Buchhaltung? Welche Hard- und Software brauche ich? Die Fragen wurden erstmal immer mehr, je mehr ich mich mit der Idee beschäftigt habe.

Um nicht völlig den Überblick zu verlieren, habe ich eine Liste zu den verschiedenen Themen in einer App angelegt (ich liiiiebe Listen – ich brauche was zum Abhaken). Dort konnte ich immer notieren (und abhaken), wenn mir unterwegs wieder einmal irgendetwas einfiel. Dort gab es auch eine separate Liste zum Thema „Was kann ich anbieten? Welche Fähigkeiten habe ich?“ Das war wohl so ziemlich die erste Frage – habe ich Fähigkeiten, die ich als Dienstleistung anbieten kann? Und, wenn man anfängt, darüber nachzudenken fällt einem spontan oft erstmal gar nichts ein… Aber: Gib dir ein paar Tage Zeit und auch die Liste wird immer länger!

Die Selbständigkeit habe ich erstmal nebenberuflich angefangen – mir war der Schritt von heute auf morgen alles hinzuschmeißen zu gewagt. Dadurch gab es etwas mehr finanziellen Spielraum, nicht alle Versicherungen mussten sofort komplett selbst getragen werden. Allerdings bedeutet das auch eine Menge Arbeit! 2 Jobs + alles andere was sonst so im Alltag  anfällt. Der Faktor Freizeit kommt dann definitiv erstmal zu kurz.

Außerdem Gewerbeamt, Finanzamt, Versicherungen, IHK, Berufsgenossenschaft, Buchhaltung… Und dann geht es weiter mit der Sichtbarkeit: Facebook-Seite erstellen, Website erstellen, am besten auf den Social-Media-Kanälen regelmäßig präsent sein. Aber wenn man gefunden werden will, muss man sich ins Zeug legen und der Aufwand ist definitiv nicht zu unterschätzen!

Auf Dauer lohnt sich dann aber der Einsatz unbedingt! Und es muss ja auch nicht alles auf einmal sein.

 

Wenn es dir auch so geht und du Antworten auf deine 1000 Fragen suchst, hilft dir vielleicht mein Workbook „Selbständig als Virtuelle Assistentin“ weiter.

Außerdem findest du einen weiteren Blogartikel „Tools für den Start als VA“ der dir weiterhelfen kann.

Hast du Fragen, Anregungen oder Wünsche für weitere Blogartikel? Dann schreib mir doch gern eine E-Mail an hej@barbarava.de.
Ich freue mich, von dir zu hören!