Strukturen für dein erfolgreiches Onlinebusiness

Der Start in ein neues Jahr ist immer wieder der Zeitpunkt, der uns alle herausfordert. Zuerst ist da der von mir immer wieder erwähnte „Weihnachtstrichter“: Auch wenn wir es monatelang im Voraus wissen – der Dezember ist ein Monat, der rennt. Das ist der Moment, wo ich immer dankbar bin um ein paar Strukturen im Onlinebusiness: Wir haben noch so viel zu erledigen, Kunden brauchen ganz plötzlich noch alle möglichen Dinge, wollen Projekte abschließen, das Budget unterbringen.

 

Und dann kommt erstmal eine Pause, die große Ruhe, die Zeit für Erholung, Pläne, Ideen. Wir sind durch die Pause „zwischen den Jahren“ und den ruhigen Jahresbeginn mehr oder minder dazu gezwungen, uns mit uns und, wenn vorhanden, unserem Business zu beschäftigen.

Jahresplanung

Die Sache mit der Jahresplanung zwischen den Jahren ist nicht mein Ding. In mein erstes Businessjahr bin ich damals komplett ohne Planung gestartet, ließ mich überraschen. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, die Jahresplanung fortlaufend zu machen. Das heißt, ich habe einen Plan für das laufende Jahr, den ich in Quartale und Monate unterteile. Und parallel einen Jahresplan für das kommende Jahr, um bestimmte Zeiträume zu reservieren. Mit Schulkind im Hintergrund sind das hier als allererstes Schulferien (da schraube ich Termine deutlich herunter) und Urlaube (hier versuche ich fast vollständig offline zu sein).

Website

Technik

Schaust du regelmäßig, ob bei deiner Website alles rund läuft? Falls nicht, ist der Jahresanfang sicher ein guter Zeitpunkt: Hier kannst du schnell eine Menge erreichen: Ladezeit, Mobilfreundlichkeit, PHP-Version aktualisieren, aufräumen bei Themes & Plugins, Aktualisierung von Plugins, Google Fonts lokal einbinden, Cookie-Banner testen, Broken Links korrigieren, Snippets optimieren, Indexierung prüfen. Deine Website arbeitet ständig für dich, widme ihr daher auf jeden Fall eine ordentliche Portion Aufmerksamkeit.

 

Inhalte

Die Inhalte deiner Website können oft auch ein Update brauchen: Sind alle deine Angebote, Produkte, Dienstleistungen noch aktuell? Gibt es alte Blogbeiträge, die überarbeitet werden sollten? Oft ist das die Gelegenheit, Beiträge in den Suchergebnissen wieder (oder weiter) nach oben zu bringen.

 

SEO

Hier halte ich mich jetzt kurz, sonst wird der Beitrag kilometerlang…

  • Ein paar schnelle Maßnahmen sind hier schon unter Technik genannt (Ladezeit, Mobilfreundlichkeit, Snippets, Indexierung).
  • Aber in deine Statistiken kannst du auf jeden Fall auch mal schauen: Nutze hier zumindest die Google Search Console, damit kannst du schon viele wertvolle Informationen bekommen.
  • Je nach Branche kann für dich auch Bilder-SEO wichtig sein – für barrierefreies Internet solltest du ohnehin alternative Texte für deine Bilder verwenden.
  • Keywords sind ein Kapitel für sich: Wirst du von deinen Besuchern gefunden? Und sind das die Begriffe, die du geplant hast? Eine ausführliche Recherche lohnt sich auf jeden Fall. Wenn das dein Start mit dem Thema Keywords ist, kannst du einen ersten Eindruck über die Autocomplete Funktion von Google erhalten. Die Google Search Console hilft dir dabei zu sehen, mit welchen Begriffen die Besucher aktuell auf deine Website kommen. Da es sich auch immer lohnt zu schauen, welche Fragen am häufigsten gestellt werden, kannst du ein Tool wie Answer the public ausprobieren.
  • Gibt es bei dir einen Blog? Da du mit jeder Seite und mit jedem Beitrag in den Suchergebnissen erscheinen kannst, ist das deine Chance gefunden zu werden.

 

Gestaltung

Holst du mit der Gestaltung deiner Website deine Lieblingskunden ab? Sind es genau die Personen, die du erreichen willst und fühlen sie sich auf deiner Website wohl? Das fängt bei der grafischen Gestaltung an, geht über die Farben, Bilder, Schriften, Fotos und weiter zur Struktur, zur Navigation. Wissen deine Besucher immer, was sie als Nächstes tun sollen? Auch auf jeder Unterseite und auf jedem Beitrag?

Tools

Nutze unbedingt Tools, die dir das Leben im Arbeitsalltag leichter machen. Es gibt unfassbar viele Tools da draußen und das wird schnell unübersichtlich. Ein paar Tools brauchst du meines Erachtens sofort:

  • Eine Buchhaltungssoftware für deine rechtssichere Buchhaltung und unbedingt auch für deinen Überblick. Bist du umsatzsteuerpflichtig, kannst du hier auch direkt deine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Bei mir ist sevDesk im Einsatz, alternativ gibt es unter anderem Lexoffice oder Papierkram.
  • Ein Passwort-Manager ist für mich nicht mehr wegzudenken. Hier kannst du deine eigenen Passwörter verwalten, Passwörter generieren, Kundenpasswörter annehmen und speichern. Hier gibt es zum Beispiel Tools wie LastPass oder 1Password.
  • Eine Software für Video-Calls hilft dir dabei, deine Kundencalls abzuhalten. Aber auch für das Online-Netzwerken ist ein Video-Tool super wichtig. Ich nutze dafür schon von Anfang an Zoom.
  • Für den Überblick über deine Projekte (eigene und Kundenprojekte) wirst du schnell ein Projektmanagement-Tool brauchen. Egal, welches du nutzt: Wichtig ist immer, so viel wie möglich an einem Ort zu haben, um langes Suchen zu vermeiden. Bei mir ist Meistertask das Tool der Wahl, viele Kolleginnen nutzen auch Trello, Asana oder Notion.

Nach und nach kommen weitere Tools hinzu, immer abhängig davon, wie deine Angebote, Produkte, Dienstleistungen aussehen. Oft gibt es die Möglichkeit, mit Testversionen herauszufinden, ob das jeweilige Tool zu dir und deiner Arbeitsweise passt.
Wenn du wissen möchtest, welches meine wichtigsten Tools sind, dann schau gern auf meiner Seite mit Tipps & Tools vorbei.

Automationen

Das ist ein Punkt, der unglaubliches Potenzial hat! Wie viele Tools (siehe oben) nutzen wir ständig. Aber schöpfen wir auch alle Möglichkeiten aus? Gerade, wenn wir als Solo-Selbständige unterwegs sind, springen wir oft von einem To-do zum nächsten. Und wie großartig ist es dann, wenn das eine oder andere Tool uns Arbeit ersparen kann! Das fängt bei deiner Website an (sie arbeitet 24/7 für dich!), geht über SEO, Newsletter, Onlineshop, Terminbuchung etc. Das bedeutet immer einmal richtig viel Zeit und Arbeit zu investieren (oder auszulagern) und dann läuft es dafür aber rund. Hier sehe ich zurzeit selbst meinen größten Bedarf und werde das auf jeden Fall weiter ausbauen.

Newsletter

Auch wenn oft zu hören ist, dass Newsletter doch irgendwie „von gestern“ sind: Vergiss das auf der Stelle! Ich habe gleich von Anfang an einen Newsletter gestartet (der damals noch weit entfernt war von E-Mail Marketing…) und feiere ihn jetzt so sehr. Damals fiel mir das Schreiben noch schwer und er erschien nur monatlich (was soll ich nur erzählen?). Heute schreibe ich so gern an meine Abonnenten! Hier bin ich in viel engerem Kontakt mit meinen Lesern als auf Social-Media und bekomme so wunderbares, herzliches Feedback. Daher werden alle, die dort angekommen sind immer bevorzugt: Nur dort gibt es alle Informationen zuerst und nur dort gibt es auch mal besonderen Angebote oder Tipps. 

Arbeit abgeben

Das ist eine Sache, die früher oder später auf dich zukommt. Mein Tipp: Warte nicht allzu lange damit. Ich finde es wirklich wichtig, dass du dich mit allen anfallenden Tätigkeiten einmal beschäftigst und sie verstehst. Danach solltest du alles, was dich unnötig aufhält und nicht zu deiner Expertise gehört, abgeben. Warum? Weil andere es oft schneller und besser können, auf dem aktuellen Stand bei Weiterentwicklungen sind und oft auch neue Ideen mitbringen. Wenn du also auf der Suche nach Unterstützung bist: Schreib mir gern – ich bin mit so vielen großartigen Kolleginnen in den verschiedensten Bereichen vernetzt und empfehle diese immer gern weiter.

Fortbildung

Dranbleiben ist wichtig, auch wenn ich die Sache mit den Zertifikaten meist völlig überbewertet finde. Umso wichtiger ist es, dass du dich auf ein Thema spezialisierst, in dem dir das ständige Lernen Spaß macht. Oft müssen Fortbildungen beim Start gar nicht viel kosten – die Google Zukunftswerkstatt ist ein Beispiel für den Einstieg in das Online-Business. Es geht darum, erstmal einen Überblick zu bekommen. Für spezielle Fortbildungen findest du eine Menge Kurse bei Kolleginnen auf der Seite Tipps & Tools.

Weniger ist mehr

Das stelle ich auch jetzt noch immer wieder fest: Wir alle haben immer wieder so viele tolle, neue Ideen, Pläne, Projekte. Und dann wird alles immer unübersichtlicher. Alles muss ständig aktualisiert werden, egal ob Produkte, Dienstleistungen, Lead-Magnets, Funnels, Marketing, Abläufe. Willst du das wirklich? Haben wir uns selbstständig gemacht, um noch mehr zu rennen? Ich glaube, es ist sinnvoller die Dinge, die gut funktionieren, immer weiter zu verbessern. Umwege gehören dazu, aber langfristig ist Fokus das, was dich weiterbringt.

Ein Netzwerk ist Gold wert

Immer wieder kommen wir an einen Punkt, der uns herausfordert. Und das hört auch nach mehreren Jahren im Online-Business nicht auf – die Fragen werden nur andere. Daher kann ich dir auf jeden Fall empfehlen, dich so schnell wie möglich mit Kolleginnen zu vernetzen! Wir müssen nicht alle alles allein durchkämpfen, sondern können von den Erfahrungen anderer profitieren.

Falls du VA bist, dann lade ich dich an dieser Stelle ganz herzlich zum VA Meetup ein: Wir treffen uns regelmäßig online (und bald auch wieder offline), für Austausch, Ideen, Fragen, Tipps und vieles mehr.

Pausen

Vergiss auf gar keinen Fall die Pausen! Wir haben die Möglichkeit, immer und von überall aus zu arbeiten. Einerseits ist das eine tolle Sache, andererseits verführt es dazu, noch „mal eben schnell“ etwas fertig zu machen. Ich merke immer wieder, dass die besten Ideen kommen, wenn ich mal wirklich Pause mache. Du brauchst Erholung! Weder dir noch deinen Kunden ist damit geholfen, wenn du dich zu wenig um dich selbst kümmerst. Plane feste Zeiten ein für Pausen. Und reduziere wiederkehrende Tätigkeiten auf ganz bestimmte Zeitfenster: E-Mails müssen nicht ständig gecheckt werden. Social-Media lebt auch weiter, wenn du nicht auf jedes Blinken am Smartphone reagierst.

Checkliste

Struktur im Online-Business
  • Erstelle deine Jahresplanung fortlaufend
  • Lass deine Website für dich arbeiten
  • Nutze Tools zur Arbeitserleichterung
  • Automationen schaffen Zeit für Wichtigeres
  • Starte einen Newsletter
  • Gib schnellstmöglich Arbeit ab
  • Fortbildung für deinen Expertenstatus
  • Streiche Überflüssiges
  • Baue dir ein Netzwerk auf
  • Denke an genügend Pausen

Fazit

Das Online-Business fordert uns allen eine Menge ab! Zeit, Geld, Nerven, Fragen und oft auch Sorgen. Oft setzt nach einem euphorischen Start auch erstmal Ernüchterung ein. Aus genau diesem Grund versuche ich immer Ideen zu liefern, so viele Fragen wie möglich zu beantworten. Dabei versuche ich immer, die Dinge realistisch zu sehen – hier wirst du keine Schönfärberei, aber auch niemals Pessimismus finden. Lass dich nicht entmutigen! Wenn du dranbleibst, dich für deine Ziele einsetzt und ein starkes Netzwerk aufbaust, hast du die allerbesten Chancen es zu schaffen! Hab einen großartigen Start!

Barbara VA

Barbara Schmid 
Fan von Meer, Lakritz und Skandinavien, zertifizierter SEO-Manager

Mein Ziel ist es, Websites durch die Möglichkeiten von SEO in die Sichtbarkeit zu bringen, so dass die ständige Akquise für meine Kundinnen zeitnah der Vergangenheit angehört. Ich erkläre Themen rund um SEO und Website so verständlich wie möglich und zeige dabei, dass das alles gar nicht so kompliziert sein muss.